ISNI – Mehr Sichtbarkeit für Urheber

Ab dem 01.01.2020 übernimmt MVB die Aufgaben einer Registrierungsagentur für den International Standard Name Identifier (ISNI) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als anerkannte ISNI-Registrierungsagentur wird MVB die schnelle Verbreitung des International Standard Name Identifier (ISNI) zur eindeutigen Identifikation von Urhebern vorantreiben und sukzessive Instrumente für dessen Marktetablierung bereitstellen.


Die digitale Visitenkarte für Urheber - Ihre Vorteile

Eindeutige Identifizierung von Urhebern und allen Akteuren, die an der Veröffentlichung eines Werkes beteiligt sind

Voraussetzung für weitere Vermarktungsmöglichkeiten, um Urheber mittelfristig noch besser als Marke zu inszenieren

Sämtliche Veröffentlichungen eines Urhebers auf einen Blick

Einheitliche, aktuelle Zusatzinformationen

Zusätzlicher Sucheinstieg für Buchkäufer

Perspektivisch bildet ISNI auch die Grundlage für so genannte Linked-Data- und Semantic-Web-Anwendungen, die zukünftig die Orientierung im immer vielfältigeren Angebot des Buchmarkts gewährleisten und neue Angebote ermöglichen

ISNI im VLB

Die ISNI dient der weltweit eindeutigen Identifizierung von Urhebern und allen Akteuren, die an der Veröffentlichung eines Werkes beteiligt sind. Um die Vorteile von ISNI auch nutzen zu können, werden wir im Laufe des Jahres 2020 eine Reihe neuer Tools im Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) anbieten. ISNIs können bereits heute in ONIX-Metadaten hinterlegt werden. Ab Dezember 2019 werden diese auch auf vlb.de sichtbar sein. Verlage, die Ihre Titel auf vlb.de pflegen, können ab diesem Moment ebenfalls ISNIs zu Ihren Urhebern hinterlegen.

Im ersten Schritt erhalten alle Urheberangaben im VLB automatisch eine ISNI, sofern die Deutsche Nationalbibliothek den Urheber eindeutig identifiziert hat. Dies unterstützt Verlage bei der Zuordnung bereits existierender Nummern. Wir werden im Laufe des Jahres zusätzlich einen Service bereitstellen, über den Sie die von der DNB zugeordneten Urheber als korrekt zugeordnet bestätigen können.

Sofern es für Ihre Urheber noch keine ISNI geben sollte, werden wir Ihnen in einem weiteren Schritt ein Tool bereitstellen, über das Sie als VLB-Verlag neue ISNIs für die Urheber Ihrer Werke kostenfrei und direkt aus dem VLB heraus registrieren können. Händler erhalten in den VLB-Daten bereits heute von Verlagen gemeldete ISNIs. Mit der automatischen Einspielung und der Möglichkeit, neue Urheber zu registrieren, wird sich die Zahl an Titeln mit eindeutiger Urheberzuordnung in kürzester Zeit enorm vergrößern. Die Nutzung von ISNI in den angeschlossenen Systemen VLB-TIX und Metabooks ist ebenfalls geplant.

In Ihren ONIX-Produktmetadaten können Sie bereits jetzt jedem Urheber eine ISNI zuweisen

Ab Dezember 2019 werden zugeordnete ISNI auch auf vlb.de sichtbar und über das Webformular zu ergänzen und zu editieren sein

Die Registrierung einer neuen ISNI wird im VLB im Laufe des Jahres 2020 möglich sein

Für VLB-Kunden ist die Registrierung einer neuen ISNI Teil des VLB-Service und nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden

Im VLB wird es eine Möglichkeit geben, mit der man feststellen kann, ob es für Ihren Urheber bereits eine Autorenseite mit ISNI gibt. Ist dies nicht der Fall, können Sie eine neue Autorenseite unter Angabe der Pflichtfelder anlegen und somit automatisch eine ISNI vergeben

Der ISNI-Standard

Die 16-stellige ISNI ist ein internationaler, ISO-zertifizierter Standard. Millionen von Personen auf der ganzen Welt, die schöpferisch tätig sind, lassen sich mit ihrer Hilfe eindeutig in ihrer jeweiligen Funktion identifizieren – so wie die Internationale Standardbuchnummer (ISBN) ein Werk in genau einer spezifischen Ausgabeform bezeichnet. Dabei können einer Person mehrere ISNIs zugeschrieben sein, zum Beispiel, weil ein Pseudonym eine eigene Identität im Sinn des Standards darstellt. Die spartenübergreifende Identifikationsnummer wird nicht nur an Autoren und Herausgeber vergeben, sondern auch an Wissenschaftler, Erfinder, Künstler, Grafiker, Interpreten, Produzenten, Verleger, Übersetzer, Aggregatoren u. v. m.. Neben natürlichen Personen können auch Organisationen und Körperschaften eine ISNI erhalten. Mit dem ISNI-Datensatz lassen sich ergänzende Informationen, wie zum Beispiel Namensvarianten, Geburts- und Sterbedaten oder Titel, an zentraler Stelle pflegen. Somit können auch gleichnamige Urheber bei der Suche und Anzeige eindeutig unterschieden und die von ihnen erstellten Werke korrekt zugeordnet werden.

Zahlen und Fakten

ISNI ist ein Metastandard, der bestehende Identifikator-Systeme vernetzt und so besser handhabbar macht. In der ISNI-Datenbank fließen derzeit Personennormdaten aus 52 Quellen zusammen, unter anderem aus großen Nationalbibliotheken und Bibliotheksverbünden. Dazu gehört auch die Gemeinsame Normdatei (GND), die von der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) und ihren Partnern geführt wird. 2012 wurde der ISNI-Standard eingeführt. Aktuell sind bereits mehr als 10,7 Millionen ISNIs vergeben. Davon beziehen sich mehr als 9,8 Millionen Einträge auf natürliche Personen – darunter fast 2,9 Millionen Wissenschaftler – und mehr als 890.000 auf Organisationen. Weitere nationale Registrierungsagenturen gibt es unter anderem in Frankreich, Spanien, Russland, Südkorea und den USA. Auf der Website der ISNI International Agency können alle ISNI-Einträge recherchiert werden: www.isni.org